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Reagiere nicht!

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Reagiere nicht!

Osho-Meditation

OshoTimes 01/2018

Wenn jemand etwas Beleidigendes zu dir sagt, wie reagierst du? Hast du je darüber nachgedacht, dass er recht haben könnte? Dann schau hin! Er könnte recht haben. Die Chancen stehen gut, dass er, was dich betrifft, mehr recht hat als du selbst. Denn er hat Abstand, sieht es von weit weg. Er kann beobachten.

Reagiere also nicht. Warte! Sag ihm: "Ich werde mir das überlegen, was du gesagt hast. Du hast mich beleidigt und ich will mir die Tatsache genau anschauen. Du magst recht haben. Wenn du recht hast, dann werde ich mich bei dir bedanken. Lass es mich erwägen. Und wenn ich sehe, dass du unrecht hast, werde ich es dich wissen lassen." Aber reagiere nicht. Reaktion ist etwas anderes.

Wenn du mich beleidigst, sage ich zu dir statt zu reagieren: "Warte. Komme in sieben Tagen wieder. Ich werde mir alles, was du gesagt hast, genau anschauen. Du magst ja recht haben. Ich werde mich an deine Stelle versetzen und mich selbst beobachten; ich werde einen Abstand herstellen. Du magst recht haben, lass mich also die Tatsache prüfen. Es war sehr freundlich von dir, mich darauf hinzuweisen, ich will es mir ansehen. Wenn ich das Gefühl habe, dass du recht hast, werde ich dir danken. Wenn ich das Gefühl habe, dass du unrecht hast, werde ich dich wissen lassen, dass du dich geirrt hast."

Aber wozu soll Reagieren gut sein?
Du beleidigst mich. Was tue ich daraufhin? Ich beleidige dich augenblicklich, auf der Stelle. Ich wäge nicht ab. Ich reagiere. Du hast mich beleidigt, also habe ich dich beleidigt. Und bedenkt: Reagieren kann niemals stimmen. Niemals! Wenn du mich beleidigst, schaffst du damit die Möglichkeit, dass ich wütend werde. Und wenn ich wütend bin, bin ich nicht bewusst. Ich sage etwas, das ich nie über dich gedacht habe. Jetzt im Moment, wegen deiner Beleidigung, reagiere ich auf gewaltsame Weise. Einen Moment später tut es mir vielleicht leid.

Reagiere nicht. Schau dir die Tatsachen genau an. Wenn deine Betrachtung total ist, kannst du alles Mögliche fallenlassen. Du hast es in der Hand. Nur weil du dich daran klammerst, ist es da. Aber du kannst es augenblicklich fallenlassen – ohne dass Unterdrückung im Spiel ist, wohlgemerkt. Wenn du dir eine Tatsache genau angesehen hast, wird es nie zu Unterdrückung kommen. Entweder es gefällt dir und du machst es weiter, oder es gefällt dir nicht und du lässt es.

Foto: © e2dan | shutterstock

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