Bilder durch anklicken vergrößern!
Kunst
Mein Feuer brennt
Gemälde von Arno Löbbe
Das Spielen mit Farben, Formen, Licht und Schatten, das Folgen innerer
Eingebungen und das Erfinden ganz eigener Realitäten, deren Wahrheiten
ich selber in meiner Malerei bestimmen kann, geben mir das Gefühl großer
Freiheit und Unabhängigkeit.
Zugleich verbindet mich die teils akribische Malweise mit meiner täglichen
Umgebung. Sie bringt mich dazu die Welt bewusst wahrzunehmen und genau
hinzusehen, um alles Erlebte in meinen Bildern widerspiegeln zu können.
Aufgewachsen bin ich in einer weltoffenen und paradiesischen Umgebung.
Grenzen schienen nicht vorhanden zu sein und Phantasie war der Schlüssel
zur Welt.
Ich malte von Anfang an. Auch in der Schulzeit waren Zeichnen und
Malen meine Hauptbeschäftigung, alles andere war Nebensache.
1978 blieb mein Vater, ein Maschinenbauingenieur, auf einer Geschäftsreise
nach Indien für einige Monate im damaligen „Shree Rajneesh Ashram“
in Pune hängen, was zur Folge hatte, dass wir alle, meine Mutter, Geschwister
und ich, den Aschram und später Rajneeshpuram besuchten.
Die Begegnung mit Osho brachte ganz neue Dimensionen in unser Leben.
Oshos ästhetische Erscheinung, seine wunderbaren brillanten Vorträge,
die neuen Einsichten, Inspirationen und Meditationen, die exotische
Atmosphäre des Asshrams und Indiens hatten nachhaltigen Einfluss auf
mich – hatte ich doch ein Paradies gesehen.
Diese Prachtentfaltung sowie die schlichte Ästhetik des Zen sind bis
heute wichtige Bestandteile meiner Gemälde. Ich folgte weiter dem Drang,
meine Malerei zu perfektionieren und hatte das Glück auf der Kunstakademie
in Wien „Freie Malerei“ studieren zu können. Meine Lehrer und Professoren
waren Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Arik Brauer und Friedensreich Hundertwasser.
1990 wurde ich Zeuge von Oshos letzten Auftritten. Zu dieser Zeit ließ
ich mich in einer Bildhauerwerkstatt in den Marmorsteinbrüchen von
Carrara zum Bildhauer und Steinmetz ausbilden. Danach zog ich, unterstützt
von einem Stipendium, nach Paris und organisierte dort erste erfolgreiche
Ausstellungen. Ab Mitte der 90-er Jahre arbeitete ich für Werbeagenturen,
entwarf Buchcover und Illustrationen für Verlage und gab Unterricht
und Seminare für Ölmalerei.
All das entfernte mich jedoch immer weiter von mir selbst und dem,
was ich eigentlich tun wollte.
Zur Jahrtausendwende kam es dann zu einem Schnitt. Es zog mich wieder
nach Indien und ich bereiste für ein Jahr diesen wunderbaren Subkontinent
per Autostop, in öffentlichen Bussen oder der indischen Bahn und unternahm
wochenlange Trekking-Touren durch den Himalaja. Ich übernachtete in
billigen Guesthouses oder unter freiem Himmel. Es war eine sehr abenteuerliche
Zeit, und ein wunderbares Gefühl der Freiheit begleitete mich. Durch
Zufall begegnete ich dem Dalai Lama in Dharamsala, seinem indischen
Exil.
Danach arbeitete ich nie wieder für Agenturen, Verlage oder Institute.
Heute male ich intensiver denn je an meinen eigenen Bildern. Ich organisiere
große Ausstellungen meiner Werke in Galerien und Ausstellungshallen.
Mein Feuer brennt – ich liebe das Leben, arbeite äußerst gerne und
freue mich auf die kommenden Projekte!
www.arno-loebbe.de






