Kunst
Etwas Schönes für alle…
Atits kleine Buddhas
Meine kleinen Buddhas sind Ausdruck meiner Freude über die Begegnung mit Osho.
Jedes Mal, wenn eine neue Figur entsteht, komme ich wieder in Berührung mit ihm und seiner Lehre.
Die Bildhauerkunst ist für mich ein Spiegel, der mir zeigt, wie ich zum Leben stehe. Auch meine Ängste spiegelt sie wider, mein Ego und welcher Weg darüber hinweg führt, hin zu meinem "Licht". Und dem kleinen lachenden Buddha in mir ...
Das Bildhauern trat in mein Leben aus dem vergessenen, weit entlegenen Land des Unbewussten. Es überkam mich, ohne dass ich danach suchte – vielleicht weil es ein Teil von mir ist und nur den richtigen Moment abwartete, um aufzublühen.
Kunst war für mich schon immer ein Zustand reiner Freiheit. Ich wurde mit einem Bleistift in der Hand geboren, und weiß noch, wie ich alles vollkritzeln musste – die Wände, die Spiegel, die Tische.
Als Teenager fing ich an zu malen. Farben, Fantasien und Bilder waren für mich Zuflucht, Trost und Rebellion gegen Familie und Gesellschaft. Auch als ich Architektur studierte, war Kunst jener Freiraum, wo ich kompromisslos ich selbst sein konnte, ohne Rücksicht auf das Urteil anderer.
In den Achtzigern begegnete ich Osho und tauchte so total in seine Kommunen ein, dass ich alle Kunst vergaß. Um des Experiments willen widmete ich mich zehn Jahre lang einer ganz anderen Kreativität – der Kreativität des Alltagslebens: Ich machte Seifen, Gartenarbeit, Cappuccino. Und lauter andere einfache Dinge. Langsam ging mir auf, was es für eine Kunst ist, ganz im Hier und Jetzt zu sein und meine ganze Liebe und Präsenz in das einzubringen, was gerade ansteht.
In den Neunzigern begeisterte ich mich für Hypnose. Ich weiß noch, wie viel Zeit ich einfach in Trance verbrachte – für mich ein herrlicher Zustand entspannter Bewusstheit.
In dem Jahr, nachdem Osho seinen Körper verlassen hatte, assistierte ich in Pune bei einem Hypnose-Training, als mit mir etwas Seltsames passierte: Mein Unbewusstes begann aus der Tiefe zur Oberfläche meines Bewusstseins aufzusteigen. Wie eine Lotusblüte aus dem dunklen Wasser eines Teiches. Das Leben überraschte mich in jedem Moment – es war nicht mehr möglich, mir etwas vorzunehmen. Alles geschah jetzt und war dann für immer vergangen.
Ich weiß noch genau, dass ich mich wie ein Auto fühlte, das ohne Bremsen abwärts rollte. Ein unglaubliches Gefühl, kann ich euch sagen.
Und genau in dieser magischen Zeit passierte mir das mit dem Bildhauern: Nacht für Nacht suchte ich im Traum nach Marmorblöcken zum Behauen, ganz exquisite Steine, die nur zu stillen, meditativen Buddhas werden wollten, Steine, die nur von unnötiger Masse befreit werden wollten, um das frohe Lachen der tanzenden Buddhas zu offenbaren, die wir sind.
Seither haben mich meine kleinen Buddhas nie verlassen. Sie sind meine Reisegefährten, sie bescheren mir und anderen Freude und Lachen.
Ich habe Osho mal sagen hören: "Jeder hat irgendetwas mit auf die Welt gebracht: einen neuen Tanz, ein neues Gemälde – etwas Schönes für alle!"
atitmaria&libero.it
www.littlebuddhas.net





