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Beflügelt vom Heimweh
„Der Maler soll nicht bloß malen,
was er vor sich sieht,
sondern auch,
was er in sich sieht.
Sieht er aber nichts in sich,
so unterlasse er auch zu malen,
was
er vor sich sieht.“
Caspar David Friedrich
Malerei von Bhavana
Bhavana wurde 1962 geboren, und da ihre Mutter Malerin war und ist,
begleiteten sie Farben die ganze Kindheit und Jugendzeit hindurch: „Sie
gaben meiner inneren Welt Ausdruck und Halt und wurden lebenslang meine
Begleiter. Dabei haben mich Albrecht Dürer mit seinen kraftvoll direkten
Portraits, Monet mit seinen traumhaft üppigen Blumenlandschaften und
Marc Chagall mit seinen liebevoll entrückten Phantasiewelten inspiriert.“
Immer auf der Suche nach Entwicklung und Transformation, hat Bhavana
bewusst den autodidaktischen dem akademischen Weg vorgezogen.
„So konnte ich mir meinen eigenwilligen Stil bewahren, der Brüche
und Sprünge einbezieht, die in der zeitgenössischen Kunstszene wenig
Beachtung finden. Osho sagte 1981 zu meinem Namen Anand Bhavana: ,Sannyas
ist ein Heimweh – das tiefe Gefühl, dass etwas da war, von Anfang an,
das dann verloren ging und nun wiederentdeckt werden muss.‘ Diesem Heimweh
bin ich auf vielerlei Art und Weise gefolgt.“ Heute lebt sie in einem
kleinen Bauerndorf südlich von München und malt in ihrem Atelier und
im Garten.
„Die Rosen und Mondviolen blühen im Sommer so üppig, Lavendel
und Kamille duften in der Abendsonne. Im Winter ächtzen die Büsche unter
dem Schnee. Im Frühling springt mein Herz, wenn das erste Grün aus der
Erde schaut. Die Nacht hier ist ganz still und dunkel. All das fließt
in mein Schaffen ein. In den Bildern kann ich meine Liebe zur Erde und
zur Natur für einen Augenblick festhalten, denn jedes Werk ist, nachdem
es vollendet ist, auch ein kleines Sterben.
Mein Bild Mystic Rose habe ich Osho gewidmet. Die Rosen sind auf
handgewebten Leinenstoffen gemalt und entstanden zu Oshos Diskursreihen:
Zen, the Original Man, 1987. „Mystic Rose“ zeigte ich in einer Ausstellung
im Kulturzentrum am Münster, dem ältesten Gewölbekeller von Konstanz
am Bodensee. „Per Se“ habe ich für das vegetarische Restaurant Prinz
Myshkin in München gemalt. Hier sind ausgefallene Blickwinkel Thema –
etwa durch eine Wasserpflanze an die Oberfläche, durch einen Birkenwald,
durch ein Gebüsch in eine weite Flusslandschaft oder in eine Hortensienblüte.
Die Tapeinterien wirken wie Fenster in eine andere Welt. Was mich beflügelt,
ist die Freude, wenn ich Menschen mit meinem Schaffen berühre.
www.artebhavana.de






