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Die gewisse Alchemie
Kunst von Devakrishna
Erst 2005 habe ich wieder Pinsel und Farben in die Hand genommen.
Nachdem ich 1976 Sannyasin geworden war, hatte ich zunächst kein
Interesse mehr, zur Kunst zurückzukehren, die eigentlich mein Metier
war. Ich war Mitglied der CSIA, der Schweizer Kunsthochschule von
Lugano.
Während meiner Kommunezeit bei Osho erzog ich mich dazu, alles,
was ich tat, mit derselben Kreativität auszuführen, als wäre es Kunst.
Jetzt mache ich Kunst genauso, als wäre es irgendeine andere Alltagsarbeit.
Verwechsle ich da vielleicht etwas … oder habe ich es tatsächlich geschafft,
beides zu vereinbaren? Jedenfalls hat es mir bisher riesigen Spaß gemacht.
Und ich kann gar nicht recht glauben, dass mir die Leute meine Arbeiten
auch noch bezahlen! Andererseits stärkt es mein Vertrauen, und ich lege
mich umso mehr ins Zeug, mit zusätzlichem Rückenwind.
Auch setze ich eine gewisse Alchemie ein – etwas, das ich bei Osho
gelernt habe: den eigenen Seelenmüll in sein Gegenteil, sein wahres Wesen
zu verwandeln, durch Bewusstheit und Meditation. Dieselbe Formel benutze
ich auch auf meinen Leinwänden, indem ich interessanten Abfall oder alte
Dinge benutze, die sich in meinem Umfeld einfinden, und diese verwandle
ich dann mit meinen Formen und Farben in etwas Schönes …
Ich habe keinen festgelegten Stil. Ich kann nicht einfach nur einen
bestimmten Stil durchziehen, obwohl durchweg dieselbe Künstlerhandschrift
erkennbar ist. Ich muss bei jeder Arbeit aus dem Unbekannten kommen.
Manchmal entstehen dann Blumen, ein andermal Abstraktionen, dann wieder
etwas anderes.
Wichtig ist es für mich, im Fluss zu bleiben und dass dabei etwas
herauskommt, das ein wenig Licht und Heiterkeit, Frieden und Freude in
die Welt bringt und den Leuten beschert, die es ansehen.
Und so weit, so gut! Die Leinwände verkaufen sich; und sie sind
hier in der Schweiz schon in kurzer Zeit zu Sammlerobjekten geworden.
devakrishna&bluewin.ch
www.giollomarco.vze.com






