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Details eines großen Ganzen

… zeigen die Werke von Ekanta Ansu

Ekanta Ansu lebt in ihrem eigenen kunstvollen Reich. Es ist eine poetische Bildwelt voll pflanzlicher Motive, Blüten und Landschaften, Farben und Substanzen. Aus dieser Vielfalt heraus hat sie ihre eigene Bildsprache entwickelt für die vielfältigen Lebenselemente der Natur. Immer wieder ziehen auch mythologische Motive durch ihre Arbeiten. In einer Werkserie z.B. hat sich Ekanta Ansu mit den Mythen der alten Ägypter, genauer mit ihrem Totenkult beschäftigt. Der Titel dieser Trilogie lautet „Boote“. Das schlichte hölzerne Boot symbolisierte in der altägyptischen Welt das Eingehen des Verstorbenen in die heilige Totenstadt Abydos. Das Boot ist aber auch Sinnbild für die spirituelle Überfahrt vom Leben zum Tod.
Fremde Orte spielen für Ekanta Ansu eine große Rolle, denn vor allem das Reisen öffnet ihr immer wieder neue Tore.

„Meine Werkreihen werden stark durch meine Aufenthaltsorte bestimmt. Ich habe eine enge Verbindung zu Spanien und war 13 Jahre in Barcelona. Das dortige mediterrane Licht hat meine Arbeit stark bestimmt. In den Bergen um Barcelona herum fand ich auf langen Spaziergängen meine Liebe zur Natur wieder. Die Kraft der Natur und der Meditation ließen mich jedes Detail meines Umfeldes wahrnehmen und auf mich wirken: Steine, Stöckchen, Wegränder, Blüten, Knospen und den Bachlauf. Ich spürte, dass all diese Details einem großen Ganzen angehören, welches mir ungeheure Kraft und Inspiration schenkt. Ich bewundere diese großartige Schönheit und Perfektion der Natur, die der Mensch nicht in der Lage ist nachzuahmen.
Die Struktur meiner Bilder spricht das ErFASSEN des Betrachters an. So arbeite ich häufig mit dem Sand, den ich an den jeweiligen Orten finde, verwende in meinen Bildern Pigmente aus Spanien, die ungiftig und natürlich sind – aber auch Kaffeesatz, verschiedene Teesorten, Safran, Rotwein, Gewürze.
Auf den Leinwänden befinden sich zwischen 40 bis 60 Farbschichtungen. Das Auftragen dieser verschiedenen Schichten und „Häute“ ist für mich eine Meditation. Ich genieße diesen Prozess des Entstehens; die ständige Veränderung macht ihn sehr spannend und sorgt immer wieder für neue Überaschungen. Oft setze ich auch unterschiedliche Papiersorten ein, wie zerknittertes Seiden-, japanisches Textil- und Wachspapier. Dadurch entstehen Reliefstrukturen und Überlagerungen. So ergeben sich verschiedene Häute, die das gezeigte Objekt, meist aus der Planzenwelt, geheimnisvoll und zart verhüllen.“

Ihre Aufenthalte in Barcelona, Amsterdam, Berlin, Köln und neuerdings in ihrem Monschauer Atelier im KuK (Kunst- und Kulturzentrum) haben zu den unterschiedlichsten Werkreihen geführt. Ein Beispiel dafür ist die Monschauer Rot Serie: „Rosen“. Das Rot darin ist an den Fenstern und Türen des historischen Eifel Fachwerkstädtchen zu finden. Ekanta Ansus Atelier ist umgeben von Fachwerk, Bergen und einem rauschenden Fluss vor ihrem Atelierraum. Hier lässt sie sich durch die Natur inspirieren …

www.opheys-art.com

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