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Momente des Glücks …

… leben in den Bildern von Nandan

Nandan ist im Herzen der Schweiz geboren – „mitten in der Postkarte“, wie nordeutsche Freunde einmal gesagt haben. Schon als kleines Kind war sie von Farben fasziniert und hat viel und gern gezeichnet. Und schon sehr früh erfuhr sie viel positive Bestätigung.
Noch heute besitzt sie zahllose Zeichnungen und „Werke“ aus Kindergartentagen. In der Schule war „Malen und Zeichnen“ ihr Lieblingsfach und auch später – in ihrem Beruf als Kindergärtnerin – hat sie mit Leib und Seele mit ihren Schützlingen gemalt und gestaltet. Später, als sie einen Sommer lang in Griechenland war, entdeckte sie unter Anleitung einer Künstlerin die Seidenmalerei.
Auf all ihren Reisen hat sie immer ihre Malutensilien dabei, um ihre Eindrücke mit ihrer Malerei zum Ausdruck zu bringen und zu verarbeiten. „Wenn ich male, kann ich abtauchen, die Welt vergessen und in meiner inneren Welt versinken“, sagt sie. „Das sind Momente des Glücks für mich!“
Sie liebt es, mit Farben zu spielen und mit den verschiedenen Techniken zu experimentieren. So dürfen auf der Leinwand nicht nur die Pinsel, sondern auch ihre Hände zum Einsatz kommen.
Während eines längeren Aufenthaltes in Pune erfuhr sie 1993 in einer von Meeras Malgruppen nochmals die Bestätigung, dass ihr Weg tiefer in die Malerei führt, wo es Grenzen zu überschreiten, ins Unbekannte vorzudringen und Neues auszuprobieren gilt.
Was ihren inneren und künstlerischen Horizont am meisten erweitert hat? Stets weiter nach innen zu gehen, und allem, was aufsteigt, Raum zu gewähren, damit es sich in Formen und Farben ausdrücken kann.
Eine Schweizer Sannyasin, die mit ihr zusammen Sannyas genommen hatte, lud sie zu sich nach Brasilien ein. Spontan sagte sie zu und schon bald darauf war sie Brasilien. Auf einer paradiesischen Chaccara inmitten einer traumhaft schönen Natur erfuhr sie viel Stille und Ruhe. Tagelang hatte sie einfach Zeit zu meditieren und sich den Raum zu geben, ihren inneren Impulsen zu folgen. Hier am natürlichen Pool, umgeben von Dschungelpflanzen, gab sie sich ganz dem Malen hin.
Die so entstandenen Impressionen sind noch heute ihre Lieblingsbilder. Kräftige, auf dicke Leinwand aufgetragene Farben, mit denen sie nicht nur gemalt, sondern ihnen auch mit Werkzeugen wie Kämmen, Naturgegenständen und ihren Händen Strukturen verliehen hat, vermitteln dem Betrachter ihre intensiven Naturerlebnisse. Auf dem Rücktransport im Flugzeug weckten ihre zusammengerollten Bilder allerdings den Verdacht bei den Zollbeamten, hier wolle jemand ein Didgerido schmuggeln!
Manchmal malt Nandan auch zur Musik von Deva Premal; dann lässt sie es fließen, inspiriert von Premals Mantras. In solchen Augenblicken wird für sie der gemeinsame Ursprung jeglicher Kreativität spürbar. In all den Jahren von Osho und seiner Vision von Meditation und Kreativität begleitet, entstehen immer wieder neue Werke, die aus einer Welt kommen, die sich nur erahnen und fühlen lässt.
„Manchmal gibt es Phasen der Leere“, sagt Nandan, „in denen nichts kommt – dann heißt es, Geduld haben und diese Leere annehmen. Umso tiefer dann die Freude, wenn sich im Innern wieder etwas regt, das nach außen drängt und sich in einem Bild manifestieren will. So ist jedes Bild eine Reise zu mir selber. Beim Malen vergesse ich alles und tauche einfach in die Tiefe.“

lrnandan@hotmail.com

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