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Das Rauschen des Windes
Das Altmühltal fotografiert von Chetan Prabodh
Schon seit meiner frühesten Kindheit bin ich immer gern in der Natur
gewesen. Auch heute noch ist es so, dass ich es liebe, mich an
einen Bach zu setzen, dem Plätschern des Wassers, dem Rauschen des Windes
in den Bäumen zu lauschen und in mich hineinzuspüren. Dann wird mir bewusst,
wie etwas in mir allmählich zur Ruhe kommt und mit der „größeren
Seele“ schwingt. Manchmal gelingt es mir dabei, innerlich loszulassen
und ganz still zu werden. Das ist immer ein köstlicher Zustand. Im Laufe
der Zeit sind durch diese besonderen Augenblicke alle Wesen dieser Erde,
die Felsen, Bäume, Vögel und Tiere des Waldes Freunde für mich geworden.
Oft ist auch meine Kamera mit dabei, aus dem Wunsch heraus, das, was
ich wahrnehme oder sehe, meinen Blick auf die Schönheit, mit anderen
Menschen zu teilen. Auf der einen Seite sind meine Bilder ein Versuch
meiner Seele Ausdruck zu verleihen und auf der anderen Seite ein Impuls
an die Menschen, ihr Herz für die Schönheit der Natur zu öffnen und auch
selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Vor allem möchte ich dazu anregen
unsere Verbundenheit mit allen anderen Wesen zu spüren, die ja auch Bewusstsein
besitzen wie wir Menschen. Da passt noch ein schöner Text von Osho, den
ich sehr liebe: „Das Schicksal des Menschen ist, dass er die Stille vergessen
hat, und somit seine ganze Beziehung zur Natur, denn die Natur kennt
nur die Sprache der Stille. Das Elend des Menschen ist durch seine Entfremdung
zur Natur entstanden.“ Ich wünsche mir, dass meine Bilder dabei helfen,
der Natur wieder näher zu kommen.
Zwei Haikus
Wenn der Wind
Durch die Föhre streicht,
die auf dem Gipfel steht,
ertönt sie wie ein Saitenspiel.
Wo hat er diese Kunst gelernt?
Ich will von den beiden Meeren,
die ewig steigen und fallen,
von Tod und Leben will ich nichts mehr wissen.
Meine Sehnsucht steht nach einem Gipfel,
den die Wasser nicht erreichen.
Kontakt: Prabodh, Tel 08421/99892






