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Kunst
Ein besonderes Aroma, eine besondere Aura …
Bilder von Varij
Drei Anläufe habe ich gemacht, um etwas zu den Bildern von Varij zu schreiben. Es ging einfach nicht. Schon nach den ersten paar Zeilen hab ich’s wieder gelöscht. Dann aber sagte ich mir: „Wozu überhaupt etwas über diese Bilder schreiben?!“
Bei unserm Gespräch hatte mich Varij zwar gebeten, ich möge nichts über ihn, sondern nur etwas über seine Bilder schreiben. Und jetzt stehe ich da wie der Ochs vorm Scheunentor und bringe kein Wort über die Bilder heraus. Oder ist gerade das etwa ein Kompliment für Varijs Bilder?! Muss ich noch sagen, dass sie mir sehr gut gefallen …?
Aber da fällt mir jetzt ein Zitat von Osho über Kunst ein, das ich sehr liebe. Lassen wir stattdessen also lieber den Meister sprechen:
„Die Welt der Musik, der Dichtung, der Kunst – kurz: alles Schöpferische – ist die Welt des Subjektiven. Jeder Mensch, der den Weg nach innen zu gehen beginnt, wird poetischer, ästhetischer. Ihn umschwebt ein besonderes Aroma, eine besondere Aura.
Der Wissenschaftler lebt mit Dingen; der Dichter lebt mit Menschen. Der Wissenschaftler hat keine Ahnung, wer er ist, er ist sich nur dessen bewusst, was ihn umgibt. Er mag sich mit dem Mond und mit dem Mars und mit Sternen auskennen, die unendlich weit weg sind, aber von seiner eigenen Innenwelt hat er noch nicht mal den kleinsten Schimmer: Praktisch lebt er, was ihn selbst betrifft, in einer Art Schlaf.
Der Dichter, der Maler, der Tänzer, der Musiker – die sind fast schon zu Hause. Sie leben im Subjektiven – sie wissen, dass sie Menschen sind. Und wer das weiß – dass er ein Mensch ist –, gewinnt plötzlich Einblick in andere Menschen. Für einen Dichter wird selbst ein Baum zu einem Menschen, sind selbst Tiere Menschen; für einen Wissenschaftler ist selbst noch ein Mensch – ob Mann oder Frau – lediglich ein Objekt. Und wenn er nicht einmal sein eigenes Inneres wahrnimmt, wie kann er dann das Innere eines anderen wahrnehmen?“
Osho, The Art of Dying







