Osho Times Archiv Jahrgang 2005
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Januar "Visionen - Mit klarem Blick ins Hier und Jetzt "
Visionen
können uns allzu leicht dazu verführen in Hoffnungen, Wünsche
und Projektionen abzugleiten, um der Ungewissheit, die die Zukunft
mit sich bringt zu entkommen. Darüber schreibt Leela in ihrem Artikel.
Dass praktische Visionsarbeit nicht ohne jede Mühe vonstatten geht,
lässt Arpito uns wissen. Der Artikel ?Das sanfte Wiegen der Kamele?
von Sabera zeigt auf, wie man in der Weite und Einfachheit der
Wüste
zur inneren Klarheit finden kann. Osho zeichnet in seinem provokanten
Diskurs "Die goldene Zukunft" das Bild einer Menschheit, die
mit Hilfe von Technik und materiellen Wohlstand das erste Mal in
die Lage versetzt wird auf breiter Basis aufzuwachen.
Februar "Hören - Wege in die Stille"
Bei
allem Hören geht es letztlich um die Wahrnehmung des Inneren. Die Atem-
und Klangtherapeutin Jadranka Marijan-Berendt sieht das Hören als den
Weg, der in die Stille führt. Der Stimmpädagoge Rahasyo sagt,
wie wir unsere Ohren schulen können. Osho beschreibt die Stille als "eine
Brücke, die uns mit uns selbst verbindet."
März "Partnerschaft - miteinander leben"
Eine gute Partnerschaft zu führen, ist eine echte Kunst. Veeresh beschreibt
das gute Gefühl, wenn man sich in die Augen sieht. Ahuti berichtet,
wie Feng Shui eine Partnerschaft unterstützen kann und Leela berichtet über
neue Wege des Zusammenseins. "Bist du reif für einen tiefen Kontakt?
Denn dieser Kontakt wird dein ganzes Leben verändern," sagt Osho
im Diskurs.
April "Rhythmus - Der Puls des Lebens"
Alles
pulst, alles bewegt sich im Rhythmus der Gegensätze: Tag und Nacht,
Mann und Frau, Leben und Tod, Einatmen und Ausatmen. Doch wie man seinen
eigenen Rhythmus findet und mit dem Leben in Harmonie schwingt stellt für
uns alle eine wirkliche Herausforderung dar. Für Ojas gelingt dies
durch Musik und das Trommeln, Navanita spürt den Lebenspuls im Tanz
und der Bewegung, und Girisho macht sich Gedanken über Tod und Geburt
als die beiden „Enden“ des Kreises. Osho spricht in seinem Diskurs über
die Kunst der Ausgewogenheit und wie man seinen Rhythmus findet.
Mai "Ferne Länder - Neue Horizonte"
Seit
eh und je lockt uns die Ferne. Oft motiviert aus einem Denken von „Woanders
muss es besser sein.“, manchmal aber auch aus der tiefen Sehnsucht
auf der Reise uns selbst zu begegnen und in einen direkten, wachen Kontakt
mit der Existenz zu gelangen. Mit Reisen verbinden wir Abenteuer, neue Impulse
und eine Erweiterung unseres Horizonts auf allen Ebenen. In dieser Ausgabe
berichten Autoren über ihre Erfahrungen in Tibet, Russland, der Mongolei
und in den Ozeanen mit Delphinen. Staatsgrenzen, Visa und Nationen sind
da eher Hindernisse, deshalb auch der Aufruf von Veeresh: „Jodeln
wir die Grenzen weg!“ Denn die Erde ist eins und wir sind alle ihre
Kinder.
Juni "Der Körper - Freund und Gefährte"
Der
Körper ist ein wunderbares Geschenk der Existenz: Sie lässt uns
in ihm wohnen! Da ist es an uns, ob wir unser Zuhause zu einer Abrissbude
herunterkommen lassen oder als unsere Wohnstätte respektieren, ja als
Tempel, als etwas Heiliges achten. Jeden Tag unterstützt uns unser
Körper auf unserem Weg durch die Welt und hilft uns unsere Aufgaben
zu verrichten. Eine geniale Maschine mit sensibelster Mechanik, in der jede
einzelne Zelle fleißig und doch unbeachtet ihren Dienst tut, ohne
dauernd den Finger zu heben und zu rufen: „Hallo, bitte mal hersehen,
ich bin etwas ganz Besonderes und habe eine Medaille verdient!“
Juli "Jenseits der Kleinfamilie"
Die
gesamte Gesellschaft mit ihren Machtstrukturen gründet auf der
Familie und ihr Überleben hängt davon ab, diesen schwer beweglichen
und dadurch leicht kontrollierbaren Verbundstoff zu erhalten. Doch
moderne Menschen haben die Kompromisse des familiären Zusammenlebens
einfach satt. Traditionelle Werte kommen ihnen in der heutigen schnellen
Zeit ausgedient vor. Was vor fünfzig Jahren noch belebend war, ist heute
trockener Kaffeesatz. Ob der Mensch die Einrichtung Familie zur Erhaltung
seiner Art und zum Schutze seiner hilflos geborenen Kinder wirklich braucht,
ist längst in Zweifel gezogen. Was unter dem Begriff "Wohlergehen des Kindes"
abläuft, wird selten von glücklichen Kinderaugen bestätigt.
August "Sinnlichkeit - Rausch oder Präsenz?"
Die
Sinne sind Portale in die Gegenwart. Wer hört, spürt, schmeckt,
sieht und riecht, der ist präsent. Aus diesem Grund haben viele spirituelle
Schulen die Sinne genutzt, um tiefer in Meditation einzutauchen. Doch im
Alltag sind wir oft nicht "bei Sinnen", sondern verlieren uns
in vergangenen Geschichten oder projizieren diese auf die Zukunft. Unser
Kopf übernimmt die Regie und vernebelt die Sinne. Der Moment, den wir
verpassen, lässt sich nicht ersetzen. Wollen wir zur Unschuld eines
Kindes, das die Welt und ihre Schönheit voller Staunen erleben kann,
zurückkehren, müssen wir die Sprache unserer Sinne wieder neu
erlernen. Achtsame Sinnlichkeit ist gelebte Meditation.
September "Selbstliebe - Grundlagen zum Wachstum"
Mich
selbst lieb haben - was bedeutet das? Haben wir nicht von klein auf gelernt,
unseren Nächsten zu lieben und uns nur um andere zu kümmern? Wie
geht das überhaupt, mich selbst zu lieben? Sicherlich gehört dazu,
Zeit mit mir allein zu verbringen und mich aufrichtig selbst zu beachten
und achten. Wer bin ich überhaupt, wenn ich ganz allein bin? Was tut
mir gut? Was und welche Umgebung lässt mich entspannen und lebendig
fühlen? Osho bestärkt jeden Einzelnen von uns, zu sich selbst
zu finden. Seine drei Hauptsäulen der Meditation - entspannen, bewusst
werden und nichts beurteilen, was immer komme - tragen das schützende
Dach, unter dem sich die Blüten der Liebe entwickeln und ranken können.
Oktober "Schönheit - Wenn Harmonie erstrahlt"
Wirklicher
Schönheit wohnt immer etwas Besonderes inne. Sie durchtränkt all
die unterschiedlichen Facetten unseres Wesens und unserer Welt
mit Harmonie und erfrischt sie mit dem Glanz und der Farbigkeit ihrer Aura.
Sie schenkt uns Gleichgewicht und das Gefühl, alles befinde sich in
wahrer Ordnung. Osho
sagt: „Niemand kommt ohne Schönheit. Gott gibt jedem auf
irgendeine Art und Weise Schönheit mit.“ Und wäre es nicht
schön,
sie zum Strahlen zu bringen?
November "Netzwerke - In Freiheit verbunden"
Über
den ganzen Erdball verteilt leben Oshos Freunde und bilden ein außergewöhnliches
Netzwerk. Es ist ein lebendiger Organismus, durchzogen von feinen unsichtbaren
Gefäßbahnen, durch die Oshos Vision von Leben, Lieben, Lachen
strömt und seine Freunde auf ihrem Weg zu sich selbst liebevoll versorgt
und miteinander verknüpft. Dieses Netzwerk ist stabil und gesund, da
sich jeder selbst lebt und das Licht, das er in sich findet, strahlen lässt
und feiert.
Dezember "Meditation - In der Stille ankern"
Immer
wieder beschreibt Osho, was Meditation ist, und weckt damit unseren Durst
auf das Unbekannte, das Nichtwissen, die Stille, auf die Offenbarung des
Absoluten. Und macht gleichzeitig klar, dass diese Offenbarung, diese Erleuchtung
von selbst geschieht, dass es keine Landkarte gibt, die einen dort hinführt;
dass seine Worte nur Hinweise sind, wie der Finger, der auf den Mond zeigt.
Eine Einladung, nach innen zu gehen, dort in Ruhe und Stille zu verweilen,
bereit für den Gast. Und der könnte jeden Augenblick sichtbar werden.