Osho Times Archiv Jahrgang 2007
pro Heft 4,90 € zuzügl. Versandkosten
(durch anklicken die Titel vergrößern)
Januar "Schlüsselerlebnisse - Wenn plötzlich alles anders wird"
Unser
Unbewusstes ist wie eine dunkle Schatzkammer. Hier liegen in tiefen Gewölben
all die Dinge verborgen, mit denen wir uns nicht auseinandersetzen. Aber
auch unentdeckte positive Seiten meiner selbst, die sich nicht ans Tageslicht
trauen, warten hier auf ihre Entdeckung. Sie alle möchten ans Licht. Vorläufig
aber führen sie ein Eigenleben, beeinflussen auf mächtige Weise meinen
Alltag, unterminieren feste Vorsätze und Unternehmungen auf rätselhafte
Weise.
Osho sagt: „Nimm einmal alles, was du denkst, tust oder fühlst
genau unter die Lupe, und du wirst zu dem Schluss kommen, dass du ständig
von einer unbekannten Macht manipuliert wirst. Dich gibt es nicht. Du
magst dir einreden, dies seien deine Entscheidungen – weit gefehlt!“
Aber das Leben ist freundlich. Es liefert viele Momente und Inspirationen,
die meinen Keller ausleuchten.
Februar "Witz komm raus - Lachend auf den Weg nach innen"
Wenn es drei Worte gibt, die Oshos Lehre zusammenfassen, dann: Leben, Lieben, Lachen! Dies ist seine Dreieinigkeit. Sie führt heraus aus einem Leben, das von Verstand, Macht und Kontrolle regiert wird und die Menschen spaltet. In der Kirche wird nicht gelacht! Da wird der Kopf gesenkt, auf Knien gerutscht und allenfalls geflüstert. Lachende Leute lassen sich nur schwer kontrollieren. Die Lebenskraft bricht durch und sucht sich verspielt ihren Weg aus der Enge des Ego und der Prägung durch verknöcherte Regeln und Gebote, die das Verhalten der Menschen lenken sollen.
März "Krise als Chance - Resignieren oder Dranbleiben?"
Im
chinesischen Schriftzeichen für das Wort Krise steht ein Pinselstrich
für "Gefahr" und ein weiterer für "günstige Gelegenheit".
Es ist also ein Wendepunkt. Ob sich eine Krise nun zur Katastrophe,
bzw. zu einer Erfahrung von Scheitern oder Niederlage entwickelt
oder zur Chance eines sinnvollen Neubeginns, das weiß man immer erst,
wenn sie überwunden ist. Osho bezeichnet Krisenmomente als eine Chance,
neue Lebensdimensionen zu erkunden, als Gelegenheit, den kleinen Käfig
des Verstandes zu verlassen und zu einer neuen Einstellung zu finden: "Diese
Einstellung muss sich ständig erneuern. Muss jeden Tag neu werden, jede
unerwartete Erfahrung, jede unerwartete Wahrheit bereitwillig akzeptieren
– ganz offen und verletzbar. (…) Wenn sich die neue Einstellung durchsetzen
kann, dann kann das Leben zu einem Erleuchtungsprozess werden."
April "Drama - Wenn die Gefühle verrückt spielen"
Was
können wir tun, wenn wir mitten im Drama der Emotionen stecken?
„Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!“,
hieß es in einer berühmten Werbung aus Zeiten, in denen noch geraucht
wurde. Dabei ist die Idee, erst mal einen tiefen Atemzug zu nehmen,
wenn uns die Emotionen beuteln, gar keine schlechte. Und dafür brauchen
wir keine Zigarette, etwas Sauerstoff tut’s auch! Welche Schubkraft heftige
Gefühle wie Wut, Eifersucht, Trauer, Angst und auch Freude entfalten
können, beschreiben unsere Autoren in sehr persönlichen Erfahrungsberichten.
Die gute Nachricht ist: Wir müssen nicht im Drama der Gefühle kleben bleiben,
wir haben eine Wahl, wenn wir zum Beobachter des Spiels werden,
das wir jeden Tag neu aufführen.
Mai "Koan der Liebe - Wenn der Kopf nicht weiter weiß"
Jeder
hat irgendwann mal einen Geschmack von der Liebe bekommen und sehnt
sich seitdem nach ihr. Und doch suchen wir ganz schnell das Weite,
sobald sie ihr Erscheinen ankündigt. Oft sind wir verwirrt, was sie denn
nun wirklich ist. Verwechseln sie mit starker sexueller Anziehung, die
nach einer stürmischen Nacht wie ein Platzregen verrauscht. Dann wieder
geht sie tiefer und berührt uns gefühlsmäßig; doch auch da läuft es nicht
immer so, wie man es sich erhofft und erwartet. Im Gegenteil: Sogenannte
Liebesgefühle schlagen um in Hass, glühende Anbetung in eisige Abwehr,
zaghaftes Hoffen in feindselige Verwünschung. Jedoch, Liebe öffnet mich
für etwas Größeres und sprengt damit meine engen Verstandesgrenzen. Mit
ihr wird alles eins.
Juni "Entspannung - Flitterwochen mit dir selbst"
Die
Beschleunigung des Lebens im digitalen Zeitalter zieht immer mehr
an. Die Wettläufe und Spannungen des Alltagslebens, wer kennt sie
nicht? Doch wer sehnt sich nicht danach, all dieses Gehetze los
zu sein. Jeder träumt davon, entspannt, gelöst und gut gelaunt
ins Blaue hinein zu leben. Aber seltsam – wenn wir endlich Zeit dazu haben,
schaufeln wir uns regelrecht mit allerhand Ablenkungen zu: Statt mich
locker in den Sessel zu setzen und innerlich loszulassen, muss ich erst
noch mal kurz staubsaugen, drei Bier trinken, das Auto polieren, die Werbung
zu Ende schauen, mit der Nachbarin über das Wetter sprechen und viermal
zum Kühlschrank rennen …
Juli "Intimität - Nähe und Alleinsein"
„Nähe
ist die Suche nach Liebe“, sagt Osho. Die Sehnsucht im
Innersten liebevoll berührt zu werden, steckt in jedem von uns.
Durch die aufmerksame und respektvolle Zuwendung fühlen sich all
die Anteile unserer selbst, die im Verborgenen ein unerkanntes
Schattendasein führen, wahrgenommen und können aufblühen und frei
werden. Das kann geschehen, indem ich mich mir selbst nähere, wie
beim Meditieren. Oder durch Nähe zu jemandem, dem ich vertraue,
der mir hilft, für einen Moment ohne Maske dazustehen und mich
zu so zu sehen, wie ich wirklich bin. Innige Nähe ist heilsam.
Sie wärmt. Was eben noch leblos war, löst sich aus seiner isolierenden
Starre. Ein Gefühl der Vollständigkeit stellt sich ein.
August "Therapie für Körper, Geist und Seele - Liebe heilt"
Therapie
heißt Heilung. Aber was wirklich heilt, ist nicht immer offensichtlich.
Was genau lässt denn meinen kranken Körper gesunden und verleiht
mir neuen Lebensmut? Was fügt die zerrissenen Seiten meiner Persönlichkeit
zusammen, lindert den Schmerz meiner Seele, ja, was bringt mich
eigentlich dazu, meine mir lieb gewordenen Verhaltensgestörtheiten
zu ändern? Therapie scheint da anzufangen, wo ich aufhöre, anderen die
Schuld zuzuweisen. Um uns den Weg zu erleichtern und auf der Suche nach
uns selbst bei der Stange zu halten, experimentierte Osho mit einer Vielzahl
an westlichen Therapieformen und östlichen Meditationsmethoden. Seine
Synthese von Therapie und Meditation schafft ein intensives Transformationsfeld,
wobei Osho immer wieder betont, dass Therapie nur die Vorbereitung zur
Meditation ist.
September "Das Alter – Die Kunst des Reifens"
Alt
zu werden ist leicht, da kümmert sich schon die Natur drum. Doch dabei
zu reifen, ist wirklich eine Kunst für sich. Osho sagt: „Ein reifer Mensch
wiederholt niemals dieselben Fehler. Aber wer nur altert, macht dieselben
Fehler wieder und wieder. Er lebt im Kreise und lernt nie dazu.“ Und –
„Altern plus Bewusstheit, Erfahrung plus Bewusstheit ist Reife“. Jedes
Alter hat sein eigenes Gesicht. Bis wir unseren letzten Atemzug tun, durchlaufen
wir unzählige Stufen, jede Stufe mit ihrem eigenen Klima, ihrer eigenen
Temperatur, ihrem eigenen Duft. In sämtlichen Altersabschnitten begegnen
uns Freude und Schmerz. Das Geheimnis, die Herausforderungen seines Lebensweges
mit Würde und Freude zu meistern, hat sicherlich damit zu tun, zu den
unterschiedlichen Lebensstufen Ja zu sagen.
Oktober "Kultur – Blüten der Entfaltung"
Hier
geht es um Kultur, also um die Pflege des Körpers, des Geistes
und des Herzens. Alles, was wir pflegen und beachten, entwickelt sich
und treibt Blüten. Doch statt Kultur als Vervollkommnung unserer selbst
zu verstehen, verlieren wir uns gern in Äußerlichkeiten...
"Wenn du einen schönen Sonnenuntergang siehst, dann genieße seine Schönheit.
Wenn du
einen Buddha siehst, genieße die Schönheit dieses Menschen, genieße
seine Authentizität,
genieße die Stille, genieße die Wahrheit, zu der dieser Mensch gelangt
ist – aber folge ihm nicht. Wer folgt, hat sich verirrt." Osho
November "Angst – Tor zur Freiheit"
Angst an sich hat ja eine gesunde Funktion. Schnell und zuverlässig warnt sie uns vor möglichen Gefahren, versetzt den Körper in die Lage blitzschnell und sinnvoll zu reagieren. Sie lässt uns schleunigst zur Seite springen, wenn ein Auto auf uns zu rast, und verleiht uns Kräfte, wenn es darum geht, sich zu wehren – Flucht oder Angriff. Doch kann sie ungesund werden, wenn sie mich in Situationen überfällt, die eigentlich keine Gefahr darstellen. Dann raubt sie mir den Atem, schränkt meine Lebensimpulse und Bewegungsfreiheit ein. Und in meiner Schutzbedürftigkeit wächst meine Abhängigkeit von anderen. Unbewusst und teilnahmslos verharre ich in dunkler Beklemmung und nehme bedrohliche Einflüsterungen für bare Münze. Die Angstbereitschaft ist bei jedem Einzelnen unterschiedlich. Der eine hat gelernt, bei unbekannten Reizen vorsichtig und misstrauisch zu sein; ein anderer stürzt sich lustvoll auf neue Erfahrungen und vertraut gelassen darauf, dass sie sein Leben bereichern werden.
Dezember "Die Kraft des Ja – Akzeptieren leicht gemacht"
Jeder
kennt den Schreck und den schmerzhaften Frust, der einen befällt, wenn
die Dinge nicht so laufen, wie man will. Die Dezemberausgabe ist einer
bejahenden Lebenseinstellung gewidmet. Das Ja hilft mir, aus meinem Leben
Licht zu machen. Es bringt mir mehr Wärme, Freundlichkeit, Geborgenheit,
Vertrauen und Liebe. Selbst wenn mir nicht immer alles passt, was da meiner
Wege kommt. Es fordert mich auf, genau hinzuschauen, um die Vielschichtigkeit
neuer Dinge und Situationen zu erkennen.
Osho sagt dazu: „Ich lehre euch ein totales Akzeptieren
des Lebens, so wie es ist – alles eingeschlossen … durch Akzeptieren
verändert sich alles … wenn dir danach ist, dich gegen den Strom zu stemmen,
dann nur zu. Fang keinen neuen Kampf dagegen an. Drücke, was du kannst,
nur erkenne, was du für einen Unsinn machst. Erkenne, dass es dumm ist,
dass dein Tun dumm ist. Der Fluss lässt sich nicht zurückdrängen.“