Osho Times Archiv Jahrgang 2010
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Januar "Zorba the Buddha Lebenslust & Meditation"
„Der
Sorbas singt und tanzt und spielt gern sein Instrument. Buddha
wird das vervollkommnen, absolut machen. Selbst sein Schweigen
wird zum Gesang, selbst Steine werden zu Predigten werden, und
was du auch anrührst, wird zum Musikinstrument werden – weil in
deinen Hände jetzt der Zauber der ganzen Schöpfung wohnt, mitsamt
ihrer Anmut, ihrer Schönheit, ihrer Poesie … Dein Leben wird nicht mehr
ein Ringen zwischen Sorbas und Buddha sein, sondern eine große Liebe –
so tief, dass die beiden Liebenden ineinander verschmelzen, um sich nie
wieder zu trennen. Ihre Einheit, ihre Eintracht, ihr Einklang wird ewig
währen.“ Osho
Februar "Heiterkeit – Von der Leichtigkeit des Seins"
Echte Heiterkeit ist bezaubernd! Bescheiden und sich selbst genug ist sie ein Licht, das den direktesten Ausweg aus den dunklen Verliesen des Verstandes aufzeigt.
Unaufdringlich flüstert sie: „Schau auf diesen Moment und seine Bedürfnisse – erfüll sie so intelligent wie möglich. Lös dich vom Gestern und Morgen – locker, klaglos und unbeschwert.“ Wohl dem, der sie versteht.
März "Ressourcen – Was kann man tun, wenn der Wind von vorne bläst?"
Ressourcen sind Kraftquellen, die uns helfen zu erkennen, dass alles gut ist, so wie es ist. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, was eine Ressource für ihn sein könnte. Man fragt sich: „Wo nehme ich genügend Energie her für ein gesundes und erfülltes Leben?“ Dem einen sind es Geld, materieller Besitz, Luxus oder körperliche Fähigkeiten, die ihm Selbstvertrauen und Wohlgefühl verleihen und die er meint ,horten zu müssen; für jemand anders sind Beziehungen, Talente, Fertigkeiten oder Bildung das wichtigste Kapital, um seine Stellung in der Gesellschaft aufzuwerten. Und dann gibt es diejenigen, die sich nicht von Äußerlichkeiten abhängig machen möchten und auf Seelenstärke und innere Werte bauen.
April "Intensität – Wenn die Flamme lodert"
Intensität – wie lässt sie uns erschauern! Jede Zelle bebt und zittert vor der Wucht der Empfindungen. Etwas Neues klopft mit aller Dringlichkeit an die Tür und man steht völlig kopflos da: Der Energiefluss schwillt an, drängt durch jede Öffnung meines Innersten. Der Augenblick will platzen, das Alte ist verschwunden.
Ein größerer Herzschlag hat übernommen. Ich selbst zähle jetzt nicht mehr – eine grandiose Kraft nimmt mir das Zepter aus der Hand und macht, was sie will. Was passiert hier gerade? Wer bin ich? Bin ich? Das Leben atmet.
Mai "Rot ist die Liebe … aber nur am Anfang"
Rot ist die Liebe ... vor allem am Anfang der Liebesbeziehung, wenn die Natur auf ihr Recht pocht, sich zu vervielfältigen.
Lavaströme der Leidenschaft drängen alle trennenden Einwände zur Seite. Keine Ängste und Zweifel können die aufgeregten Gefühle mehr in Zaum halten. „Du bist der Wahnsinn!“ und „Ich werde Dich für immer lieben!“ beherrschen unsere Gedankenwelt. Kontrolle hat Urlaub, Hoffnung durchtränkt die Luft, selbstständiges Atmen fällt schwer.
Juni "Schulen der Achtsamkeit – Zeit für Entschleunigung"
Wie lange kann man den blauen Himmel anschauen, ohne innerlich den Vögeln hinterher zu fliegen oder seinen Gedanken nachzuhängen, die sich wie Sturmwölkchen dazwischendrängeln und Aufmerksamkeit fordern? Und überhaupt – habe ich denn eigentlich Zeit, mich im endlosen Himmel zu verlieren? Gibt es etwa nichts Besseres zu tun? Schnell braue ich mir einen starken Kaffee, um mich für mein volles Tagespensum fit und wach zu machen. Aber bitte Beeilung! Die Liste wird ja immer länger.
Juli "Wohnen und Lebensformen – Wo bin ich zu Hause?"
Was schenkt uns das Gefühl, zu Hause zu sein? Frisch gebrühter Kaffee, ein gemütliches Sofa, Kinderlachen, das freundliche "Hallo Schatz, gut geschlafen?" Oder ein wohliges Schaumbad, leise Hintergrundmusik, das Schokolädchen zwischendurch? Oder bei Sonnenaufgang im Bett eingekuschelt zu sitzen und dem zauberhaften Gesang der Vögel zu lauschen?
August "Welt der Gefühle – Auch dies geht vorüber!"
Lieben oder hassen, trauern oder toben – wie mächtig sind doch unsere Gefühle! Farbig schillernd, voller Licht und Schatten. Sie verleihen den Triebkräften poetische Romantik, und verklären somit das meistersehnte Ereignis zwischen Verliebten: Das menschliche Fortbestehen ist gesichert! Sie bringen gestandene Männer dazu, bitterlich zu weinen, wenn der Ball ins falsche Tor rollt und verwandeln Engelsgesichter in scharlachrote Wutköpfe.