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Wege zur Transzendenz

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Wege zur Transzendenz

Malerei von Prem Prabhu

OshoTimes 12/2017

Geboren wurde ich 1954 im brasilianischen Porto Alegre und habe dort im Purnam Zentrum Sannyas genommen. 1975 machte ich zum ersten Mal die Dynamische Meditation und sah einen asiatisch aussehenden Mann mit grauem Bart auf einem großen Foto in der Meditationshalle. Ich wusste weder wer das war noch wozu diese Meditation gut sein sollte – ich genoss sie allerdings sehr! Doch als ich auf das Bild schaute, passierte etwas – eine Art tiefer existenzieller Einklang – und ich verliebte mich. Sannyas war dann der nächste Schritt, ohne zu wissen, was da auf mich zukam…
1976 flog ich nach Indien, um Osho zu sehen, und blieb ein halbes Jahr. Nach meiner Rückkehr verließ ich die Architektur-Fakultät und wollte nur noch Künstler sein – ein feiner Kunstmaler. Obwohl mir damit ein unsicheres Leben bevorstand, wusste ich doch in meinem Herzen, dass mein letzter Atemzug von einem großen Lächeln begleitet sein würde.
Oktober 1977 schickte Osho mir dann einen Brief mit sehr klarer Botschaft:
"Ich führe dich ins Ungewisse. Du weißt nichts darüber, du weißt nicht, wo es hingeht, und ich kann dir auch nicht begreiflich machen, wohin ich dich führe, denn es ist unerklärbar. Von seiner Natur heraus ist es nicht zu erklären. Also musst du mich einfach nur lieben und mir vertrauen und ins Ungewisse folgen, ins Unbekannte, ins Fremde. Du kannst vorher nicht herausfinden, was es ist. Du musst losziehen und es erfahren."
Heute kann ich nur sagen, dass nicht Du es bist, der den Weg der Kunst wählt, sondern dass die Kunst dich auswählt. Meine Kunst gründet darin, positive Stimmungen mithilfe einer spielerischen freien Sprache in eine künstlerische Form umzusetzen. Dabei möchte ich mir selbst treu bleiben und mit klarer Sprache sprechen. Es ist eine innere Sprache. Sie ist verwandt mit der Essenz einer alten Gestaltungsschule aus der Sufitradition, genannt Naqshband. Diese besagt: "Kunst zu machen ist ein Instrument, um zur Transzendenz zu gelangen."
Bis 1985 arbeitete ich mit Batik-Malerei, hauptsächlich auf reiner Seide. Danach wechselte ich zu anderen Medien. Heutzutage vermische ich verschiedene Werkstoffe wie Acryl, Tempera, Wasserfarben und Pastellkreiden auf unterschiedlichen Malgründen. Der größte Anteil meiner Arbeit ist in Acryl auf Leinwand.
Ich bevorzuge eine große Bandbreite an Farbnuancen und somit hat meine Palette um die 90 verschiedene, reine Pigmente und andere Mischungen. Unter den Pigmenten sind auch einige Farbstoffe aus der Erde Centro-Oeste, einer Region Brasiliens. Ich selbst habe sie handverlesen und verarbeitet. Diese Farbpalette in sich ist einzigartig.
Die hier aufgeführten Bilder reflektieren verschiedene Augenblicke und Aspekte meiner künstlerischen Laufbahn. Sie alle haben eine starke Verbindung zur sogenannten Brasilianischen Savanne (Cerrado), wo ich zusammen mit meiner Lebenspartnerin Prem Nitya lebe, sowie zu anderen natürlichen Lebensräumen und so manchen Traumwelten.
Der englische Dichter und Maler Rashid Maxwell sagte einmal Folgendes zu meiner Kunst:
"Du hast ein echtes Gefühl für Form und Farbe und ich mag die orientalische Ausdrucksweise in einigen deiner Bilder. Ich liebe deine großen Leinwände mit Vögeln und Blumen und Bäumen … Es ist eine Kunst, die Schönheit, Stille, Wahrheit, Freiheit und Raum kommuniziert – und das ist die einzige Kunst, der es sich lohnt nachzugehen!"

web | www.swprabhu.wordpress.com
mail | prabhunlimited@gmail.com

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