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Editorial

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THEMA

Wozu bin ich hier?

Liebe Freunde,

Jeder Mensch ist einmalig und trägt etwas in sich, das ihn und sein Leben besonders macht – ein Talent, eine Gabe, eine Eigenschaft, die sonst niemand hat. Wem es gelingt, dieses Besondere zu erkennen, fühlt sich von der Existenz willkommen, denn er weiß, dass diese seine Gabe das Leben aller bereichert. In ihr lebt ein göttlicher Funken mit dem ­magischen Potenzial, selbst die kleinste Kleinigkeit ins Licht zu heben. Der Zugang hierzu ist unser Herz.

Oft ist das Besondere nicht ohne Weiteres erkennbar, weil es unauffällig ist. Weder ist es für die ­Gesellschaft eine Leistung noch verfolgt es eine ­Absicht. Im Gegenteil – man hat das Gefühl, überhaupt nichts dafür zu können. Es ist eine natürliche Eigenschaft, die man nicht verdient hat, ein Geschenk. Es agiert spontan und lässt sich nicht ­willentlich steuern, es geschieht oder es geschieht nicht. Oft blitzt es aus heiterem Himmel hervor, zum Beispiel in einem bezaubernden Lächeln von Liebe und Freude. Oder es kommt als die Gabe, sich einfühlen und trösten zu können bzw. andere zum Lachen zu bringen; oder zu kreativen Projekten ­begeistern zu können; oder als große Liebe zu ­Kindern; oder als intuitives Gespür für die schöne Form, den harmonischen Klang, die graziöse ­Bewegung …

Schlimm ist es, wenn ich es aber nicht erkenne. Oder den Zugang dazu verliere durch Schicksalsschläge, die mich hoffnungslos machen – oder ihn mir gar durch Selbstherrlichkeit verbaue. Dann fühle ich mich bedeutungslos und leer wie ein ­Roboter. Sehe nur noch Abgründe, wie dunkle Brunnen, die den Himmel nicht sehen können. Nichts ist unerträglicher als diese Aussichtslosigkeit. Alles wirkt da falsch und vergeblich, wie sinnloses Herumirren. Da bieten selbst verzweifelte ­Gefühle von Furcht und Angst Ablenkung. Woher nur die Einsicht und die Kraft nehmen, um diese Hoffnungslosigkeit zu überwinden? Immerhin hält mich das Brüten über den Sinn des Lebens beschäftigt: Wozu bin ich hier?

Da reicht es nicht aus, irgendeine Aufgabe zu übernehmen, denn irgendwann wird sich zeigen, dass es nicht wirklich von innen kommt und dann rutscht man wieder ins Loch oder gerät auf Abwege.
Wie finde ich heraus, dass ich nicht nur ein sinn­loses Wesen voller Furcht bin – vor dem Leben, der Liebe und dem Tod? Wozu also bin ich hier?

Osho hat uns viele Schlüssel an die Hand gegeben, um die Antwort darauf zu finden: Leben, Lieben, Lachen … "Love is my message, let it be your ­message too!" …
Doch sein Hauptweg ist und bleibt Meditation: den Zeugen in uns stärken, alles beobachten, sich entspannen, nichts beurteilen und vor allem wach bleiben. All das führt zu Einsichten, die unserem Tun und Sein einen echten Sinn verleihen. Auf die Art und Weise kann ich meinen Alltag meistern und glücklich meinen Aufgaben nachgehen. Plötzlich probiere ich Neues aus und nach und nach, wer hätte das gedacht, stoße ich "zufällig" auf etwas, das mir den wahren Sinn meines Lebens offenbart und mir Kraft und Freude schenkt.
Immer hier und immer jetzt.

In diesem Sinne möchten wir uns nach diesem sehr bewegten Jahr bei Euch allen für Eure treue Unterstützung bedanken und wünschen Euch einen guten Rutsch!

Viel Spaß beim Lesen!

Anandi

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