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Editorial

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THEMA

Heilkraft Meditation

Liebe Freunde,

Meditation und Wissenschaft – ist das kein krasser Gegensatz? Meditation wurzelt in dem Bewusstsein, dass ich bin. Sie erschließt mir das pure Sein. Und das kann man nicht messen, riechen, zählen, sondern das ist ein grenzenloses Dasein, das alles durchfließt, alles durchdringt, alles ist. Wie will man etwas untersuchen, das nichts tut, von dem man nicht einmal weiß, dass es wirklich ein leeres, unendliches Nichts ist? Kurz: eine unfassbare, unbegreifliche Dimension, die über alle Möglichkeiten des Verstandes hinausgeht. Ein Mysterium.

Wissenschaft will Wissen schaffen und dem Unbekannten auf die Spur kommen. Sie untersucht äußere Objekte, beobachtet, analysiert, untersucht, erforscht, ordnet ein. Daraus zieht sie Schlüsse über das Leben und wie wir es verbessern können. Doch das wissenschaftliche Rüstzeug hat sich der menschliche Verstand ausgedacht und der will partout nicht einräumen, dass die Dinge völlig anders liegen mögen, als er sich das vorstellt. Er bezieht seine Kenntnisse aus den Informationen seiner Vorgänger. Doch dies Wissen hat nur begrenztes Leben. Schon ist es überholt. Und dasselbe gilt für die Erkenntnisse der Wissenschaft.

Meditation ist etwas zutiefst Subjektives, Urpersönliches, nicht zu Verallgemeinerndes. Ihr Kosmos entfaltet sich in meiner Innenwelt und hat nichts mit meiner äußeren Identität zu tun. Denn die ändert sich ständig. Ich denke zwar, ich bin mein Körper, mit allem was dazugehört. Doch was da wirklich meditiert, ist weder mein Körper noch mein Denken noch meine Gefühle. Vielmehr bereitet sich in mir die Gewissheit aus: "Ich bin." Aber nicht als Individuum, identitätslos. Rein subjektiv. Ein reines Bewusstsein, das sich selbst erkennt. Hier begegne ich meinem Sein … allem Sein. Ich sitze still da, atme, versenke mich. Osho beschreibt es mit dem schönen Bild einer Feder, die leicht und sanft in den Abgrund, in den Urgrund hinabtrudelt. Der zu folgen ist eine Wissenschaft für sich.

Aber wozu soll das denn gut sein? So fragt nur einer, der es nicht kennt. Denn je mehr ich mich meinem eigenen Sein stelle, je länger ich in ihm verweile – und ich brauche überhaupt nichts zu tun, außer mich an es zu erinnern – desto tiefer erkenne ich, dass ich mich dem Urgrund von allem nähere … unschuldig, zeitlos, überall und ewig. Alle trennenden Grenzen lösen sich hier auf: Ich fühle mich mit allem verbunden, geheilt. Was für ein Geschenk! Was für ein Wunder! Es verändert alles. Eine grenzenlose, selige Dankbarkeit erfüllt mich. Ab jetzt halte ich besser den Mund.

Osho: "Nichts außer Meditation kann dir dazu verhelfen, aus den lebendigen Quellen des Lebens zu trinken. Diese Quelle befindet sich in dir – weder in deinem Gehirn noch in deinem Verstand oder Körper, sondern irgendwo weit tiefer, jenseits von Zeit und Raum. Für mich ist Meditation die einzige Möglichkeit, allen Hokuspokus auszurotten und den Menschen die Freiheit zu schenken, ohne jede vorgegebene Ideologie zu forschen und zu suchen. Der neue Mensch wird sich der Wissenschaft bedienen, um sein Überleben zu sichern; mehr als das soll sie auch gar nicht leisten."

Sammasati.

Viel Spaß beim Lesen!

Anandi

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