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Editorial

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THEMA

Das Vertraute und das Fremde

Liebe Freunde,

Franz Kafka hat einmal gesagt: "Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man." Sobald man über die trennende Schwelle ins Unbekannte tritt, öffnet man die Möglichkeit für etwas Neues. Auch wenn ich viele Ängste habe – mit jedem Schritt, den ich da wage, verlieren sie ihre Macht und ich kann erkennen, was wirklich da ist. Das stärkt mein Vertrauen. So bleibe ich in Kontakt mit mir selbst und bin doch offen für alles, was von meinen Vorstellungen abweichen mag. Das Schöne daran ist … doch das erkennt man meist erst hinterher: Die Kapriolen des Lebens sind einfach überraschend und am Ende führt jeder Irrweg, jeder Fehler und jeder Widerstand, jedes Zögern und jede Angst zu mehr Lebendigkeit und, soweit meine Erfahrung, zu größerer Tiefe.

Mit Vertrauen wird alles Neue zu einer spannenden Odyssee. Mit Vertrauen finde ich ein Ja im Herzen und freue mich über den Zugewinn an Bewegungsfreiheit und Spielraum, den die Veränderung mit sich bringt. So ist wohl auch immer wieder das Erste, das ich abwäge, wenn mir etwas Fremdes begegnet, die Frage: Bleib ich offen und lasse meine Vorstellungen, Zweifel und Vorurteile links liegen – oder verschließe ich mich und halte es von mir fern? Habe ich die Zuversicht, dass hier etwas frisches Neues geschieht, oder sehe ich es eher als etwas Bedrohliches, das Krisen und Konflikte heraufbeschwört und mich in die Sackgasse führt?

Das Fremde ist unbekannt. Das Vertraute bekannt. Doch wirkt das Allzuvertraute wohl eher wie eine Art Schlaftablette, die ungestörten Schlummer garantiert. Wohingegen das Fremde vitales Potenzial in sich trägt – neue Erscheinungsformen, Farben, Schwingungen, Denkansätze, neue Energie und neues Leben. In jeder unbekannten Umgebung wachen die Sinne wieder auf. Ich bin da und spüre genau hin: Was geschieht hier gerade in diesem Augenblick? Was ist denn wirklich los?
Ein Hochgenuss für jeden Meditierer!

Osho ermutigt uns immer wieder, rückhaltlos ins Unbekannte zu springen, Neues auszuprobieren, sich zu trauen, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Das hatten wir mit der Januar-Ausgabe gewagt.

In einem seiner Diskurse sagt Osho, dass er in uns weiterlebt, wenn er seinen Körper verlässt: "I will be dissolved into my people." Welch eine Ehre! Dieser Präsenz möchten wir mit der Osho Times eine kreative Plattform bieten – möchten Oshos Aura und seine Vision, seine Liebe und sein Mitgefühl, seine Botschaft und seine Schönheit – eben Osho übermitteln, so gut wir können. Deshalb probieren wir immer wieder neue Wege aus, um auch neue Leute zu erreichen und zu begeistern. Wir machen die Osho Times zusammen mit unseren Lesern und Autoren, wir freuen uns über spannende Einfälle und Ideen und hören auf fruchtbares Feedback: So werden auch in Zukunft Oshos Präsenz und seine Worte das Herz seiner Zeitung bilden; ebenso wie interessante und anregende Berichte aus der Gegenwart zu Meditation und Wissenschaft; und Berichte von Wahrheitssuchern über ihre praktischen Erfahrungen mit Oshos Vision von Leben, Lieben, Lachen.

Wir wünschen uns einfach, dass die Osho Times eine Osho ­Times ist. Und bleibt. Und alles Neue willkommen heißt.

Viel Spaß beim Lesen!

Anandi

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