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Editorial

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Editorial

THEMA

Resilienz

Liebe Freunde,

Was gibt mir Zuversicht, wenn alles dunkel ist? Wenn ich mich vor lauter Schmerz und Leid der blinden Verzweiflung überlasse? Da sehe ich erst mal nur noch schwarz, vermute Feinde, wo keine sind, lösche aufgeregt Feuer, wo keine sind, und suche Auswege, wo keine sind. Oder bleibe voller Widerstand im Frust stecken und will aufgeben. So schlimm sich das auch anfühlen mag, ist es doch ein versteckter Segen! Denn in ­diesem Stillstand kann ich wieder zu mir kommen, kann ausatmen, wahrnehmen und mich darauf ­besinnen, offen zu bleiben … will sich da vielleicht ­etwas zeigen?

Dieses Offenbleiben hat etwas Beruhigendes: So komme ich auf andere Gedanken. Plötzlich trau ich mich Dinge auszuprobieren, die so gar nicht in meine Vorstellung passen. Oder warte einfach nur ab und bleibe bei dem, was da gerade passiert.
Blumen brauchen auch ihre eigene Zeit, um aufzublühen. Dieses Offensein holt mich aus meiner Isolation raus, denn nun können andere wieder in mein Leben treten und mit ihnen Zuspruch und Unterstützung. So eingebunden offenbaren sich Möglichkeiten und Lösungen, die vorher unvorstellbar waren. Mein Lebensmut wächst und mit ihm die tiefe Dankbarkeit, leben zu dürfen. Jetzt stelle ich auf einmal wichtige Fragen: "Wer bin ich wirklich? Was stimmt und was nicht? Wo ist mein Platz und was kann ich dem Leben zurückgeben?" und beginne dementsprechend zu handeln.

Währenddessen lerne ich, all meine überspannten Ängste und Gefühle neu zu bewerten und sie als Vorboten einer transformierenden Energie zu erkennen. Es weht ein frischer Wind, auch wenn ich das nicht gleich merke. Da ist eine mächtige und doch barmherzige Urkraft am Werke, die Gewohnheiten aufmischt, gemütliche Teppiche unter den Füßen wegreißt und mich vor die Wahl stellt, ob ich denn wirklich in die Hölle stolpern will. Sie macht mir den Tod bewusst, erinnert mich daran, dass er zum Leben dazugehört, ja sogar mein Freund ist und mein Leben befruchtet.
Das weckt mich wieder auf: Das Leben lässt sich nicht kontrollieren und hat seine eigenen Pläne!
Ich verzichte auf meine hohen Ansprüche, nehme alles wie’s kommt und siehe da: Alles fügt sich zum ­Besten.

Oshos Vision ermutigt uns, der Existenz zu vertrauen: Alles gehört zusammen und ist in Einklang – Leben und Tod, Glück und Leid, Göttliches und Verteufeltes gehören nicht nur zusammen, sondern ergänzen einander. Nichts ist sicher, außer dass sich alles ändert. So erinnert Osho uns immer wieder daran, auf das Zeitlose und Ewige zu schauen. Auf das Sein. Auf die letztendliche Freiheit.

Auch die Osho Times hat gerade eine wilde Zitterpartie hinter sich. Es stand auf der Kippe und ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, ob und wie wir weitermachen können. "Sharing a Vision" ist unser Anliegen, Osho unser aller Quelle und Inspiration. Eins ist in dem emotionalen Wirbelsturm der vergangenen Monate aber wieder ganz deutlich ­geworden: Die Osho Times ist ein kraftvolles Netzwerk, das von unser aller Liebe zu Osho gespeist wird. Diese Liebe ist unsere Kraftquelle. Sie belebt und erfrischt die Osho Times immer wieder aufs Neue.
Das Echo auf unseren Aufruf war überwältigend, und auch wenn das Ziel noch nicht ganz erreicht ist, so sind wir froh und glücklich, dass nun wieder kreative Möglichkeiten sichtbar werden, weiterzumachen.
Es lebe die Resilienz! Dank Euch allen!

Viel Spaß beim Lesen!

Anandi

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