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Osho Meditation

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Sei ohne Zentrum!

Geliebter
Schließe in diesem Moment
Denken, Wissen, Atmen, Form
mit ein.

Diese Technik ist nicht ganz einfach, aber wenn du es schaffst, könnte es nichts Besseres geben. Unterscheide beim Meditieren nicht, sondern schließe alles mit ein – deinen Körper, deinen Verstand, dein Atmen, dein Denken, dein Wissen … alles. Lass nichts draußen vor. Unterteile nicht, fragmentiere nichts. Das aber tun wir gewöhnlich; wir fragmentieren immerzu.
Wir sagen: "Ich bin nicht mein Körper." Es gibt zwar Techniken, die das auch benutzen können, aber diese Technik gehört nicht dazu – sie ist vielmehr ihr Gegenteil.
Trenne nicht. Sag nicht: "Ich bin nicht mein Körper." Sag nicht: "Ich bin nicht mein Atem." Sag nicht: "Ich bin nicht mein Verstand."
Sag einfach nur: "Ich bin alles" – und SEI alles. Zerteile dich nicht innerlich. Es geht hier um ein Gefühl. Schließe mit geschlossenen Augen alles ein, was dich ausmacht. Mach keinen Mittelpunkt in dir ausfindig – sei ohne Zentrum. Du atmest ein und aus, die Gedanken kommen und gehen. Die Form deines Körpers wird sich ständig verändern. Das ist dir bisher entgangen.
Wer mit geschlossenen Augen dasitzt, hat manchmal das Gefühl, als wäre sein Körper mal riesig, mal winzig; mal tonnenschwer, ein andermal so leicht, als könntest du fliegen. Du kannst diese Veränderungen deiner Form aufspüren. Schließ einfach deine Augen und setz dich hin, und spüre, wie dein Körper anschwillt, bis er das ganze Zimmer ausfüllt und dann zusammenschrumpft – winzig klein wird. Warum verändert sich deine Form? Je nachdem worauf sich deine Aufmerksamkeit richtet, ändert sich deine Körperform. Wenn du alles einbeziehst, wird er riesig; wenn du alles ausschließt … dies bin ich nicht, das bin ich nicht … dann wird er winzig klein, so klein wie ein Atom.

Dies Sutra lautet:
Geliebter
Schließe in diesem Moment
Denken, Wissen, Atmen, Form
mit ein.

Beziehe alles mit ein, was dich ausmacht, und verwirf nichts. Sag nicht: "Dies bin ich nicht!", sondern: "Ich bin" – und beschließe alles mit ein.
Wenn dir das beim Meditieren einfach gelingt, werden dir wunderbare, absolut neue Erfahrungen zuteil werden. Du wirst keine Mitte ausmachen können – es gibt keine Mitte in dir. Und ohne Mitte gibt es weder ein Selbst noch ein Ich, sondern bleibt lediglich Bewusstsein zurück – wie ein Himmel, der sich über alles spannt. Und wenn es wächst, wird nicht nur dein Atem einbezogen, wird nicht nur deine eigene Form einbezogen: Letzen Endes gehört dann das ganze All zu dir.

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