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Editorial

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Meisterschaft – auf dem Weg zur eigenen Wahrheit

Liebe Freunde,

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!" Was heißt das? Wohl, dass viel Arbeit, Übung und Anstrengung erforderlich sind, um ein bestimmtes Fachgebiet zu beherrschen. Aber die eigene Wahrheit – ist das etwa ein Fachgebiet? Wie kann ich etwas meistern, das ich nicht kenne? Und was ist das überhaupt – die eigene Wahrheit?
Schon mal zwei Unbekannte, die völlig unbekannt sind und die über den Verstand hinausgehen.
Zur Ersten: "Wer bin ich?" ist eine lebenslange Forschungsreise, von einem Persönlichkeitsstrang zum nächsten. Bin ich dies oder etwa das? Und wie kriege ich all diese unzähligen Widersprüche und Gegensätze in mir selbst und der Außenwelt unter einen Hut? Eine ständige Suche nach dem, was Einklang, Frieden und Ganzheit bringt. Nur leider werfen alle neu gewonnenen Antworten auch neue Fragen auf und schon tappe ich wieder im Dunkeln …
Die Suche hält erst an, wenn ich wirklich still bin. Da kann der Verstand ruhig weiter plappern und die Gefühle mögen hin und her wogen, doch warum auch nicht: Jetzt regiert ja die Stille in mir. Lebendig. Pulsierend. Welch ein Mysterium, niemand kann es erklären.
Zur Zweiten: Wahrheit – das Wesentliche, die Essenz allen Daseins. Auch sie zeigt sich in der Stille. Was ist, ist. Sie durchschwingt alles, verschmilzt jeden Teilausschnitt, jedes Detail, alles Getrennte, Fragmentierte und Chaotische zu einer gemeinsamen Existenz. Alles gehört zusammen, alles darf sein, ist. Echt. Natürlich. Unschuldig. Wahr.
Ich habe große Sehnsucht nach der Wahrheit und lüge mir doch ständig in die Tasche. Irre umher, folge irgendwelchen Vorstellungen von dem, was wirklich und wahr sein soll, dabei will ich doch eigentlich nur nach Hause kommen. Und das geht bestimmt jedem so. Ist es nicht erstaunlich, dass diese innere Sehnsucht bei all den Irrfahrten nicht erlöscht und man immer wieder aufsteht und am Ball bleibt?
Den größten Teil meines jetzigen Lebens habe ich Osho zu verdanken, denn genau diese Sehnsucht nach einem echten Leben hat mich zu ihm geführt. Etwas in mir, vielleicht mein eigener innerer Meister (Vorstellung?) hat Osho gesehen und die Wahrheit in ihm erkannt. Vielleicht nur für einen Bruchteil von Sekunden, doch das reicht aus, um ihr zu folgen.
Osho: "Ein Meister ist jemand, der die Sehnsucht eures Herzens erfüllt. Mit eurer Denke hat das nichts zu tun. Es ist eine große Liebe. Auf einmal merkst du, dass du dich verliebt hast. Auf einmal fühlt sich dein Herz daheim, entspannt, ist dein Herz auf einen Schatz gestoßen, fühlt es sich ungeheuer gesegnet.
Und je näher du dem Meister kommst – in deiner Liebe, deinem Vertrauen –, dein Frieden wird tiefer, die Stille ist auf einmal keine Friedhofsstille mehr, sondern wird zu etwas Singendem und Tanzendem, Quicklebendigem."
Osho lehrt mich, den Dingen ihren Lauf zu lassen; lehrt mich zu beobachten, zu entspannen, nichts zu verurteilen und wach zu bleiben – lehrt mich Meditation. So kann sich mein wahres Sein offenbaren und mein Leben gestalten.
Meisterschaft? … eigene Wahrheit? Was sich offenbart ist eine Gnade, die ich nicht ­verdient habe und die sich niemand verdienen kann.
Sie hilft mir aus dem Bekannten ins Unbekannte hinein.
Eine große Liebe. Fürwahr!

Viel Spaß beim Lesen!

Anandi

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