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Gemeinsam unterwegs

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Sei dir selbst ein Licht

Über die Auseinandersetzung mit dem Wesentlichen – eine Betrachtung

Text: Anam

„Dies waren die letzten Worte Gautam Buddhas an seine Schüler – seine Abschiedsbotschaft sozusagen: ,Sei dir selbst ein Licht.‘ Aber damit meint er nicht etwa, zu einem Licht zu werden. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Sein und Werden. Werden ist ein Prozess, Sein ist ein Entdecken. Der Same scheint nur zu einem Baum zu werden; das scheint so. Der Same trug den Baum bereits in sich, er ist sein innerstes Sein. Der Same wird nicht zu den Blüten. Die Blüten waren bereits in ihm verborgen, jetzt haben sie sich offenbart.“ Osho

Mit dieser Beobachtung verabschiede ich mich von der Printausgabe der Osho Times, für die ich fast 20 Jahre lang Beiträge geschrieben habe. Ich bin enorm dankbar dafür, diese Gelegenheit erhalten zu haben, denn das Schreiben hat mir ermöglicht, meine persönlichen Erfahrungen mit Osho zu integrieren und einzuordnen. In den heutigen Zeiten schätze ich mich glücklich, das Wesentliche aus den Lehren eines Weisen zu gewinnen, dessen Vision alles Gegensätzliche vereint. Wir erfahren hier etwas, das wir uns nie hätten vorstellen können.

Heiße Themen

Seit Beginn 2020 liegt mein Fokus auf Kreativität (2019 war, gelinde gesagt, ein ziemlich herausforderndes Jahr gewesen). In den ersten Wochen schrieb ich drei, ja fast vier Artikel – und zwischendurch flog ich zu meiner sterbenden Mutter nach England. Nach meinem letzten Rückflug nach Hamburg, kurz vor dem Lockdown, stürzte ich mich in meine künstlerische Arbeit. Während des Lockdowns setzte ich mich intensiv mit aktuellen Themen auseinander, wie zum Beispiel den Protestdemonstrationen zum Social Distancing; oder der Ungerechtigkeit weißer Vormachtstellung, die zur systematischen Gewalt durch die Polizei führt. Da ich früher selbst aktiv demonstriert habe, frage ich mich: Hat sich überhaupt irgendetwas in den letzten 50 Jahren verändert?

Kreativität als Anker

Während die Welt zunehmend verrückt spielt, erweist sich mein Fokus auf Kreativität als wesentlicher Anker. Die Welt dreht durch. Die Pandemie, aufgeblähter Rassismus und populistische Politik beherrschen die Medien. Was soll man von der Berichterstattung der Regierungen halten, was soll man glauben von all den Verschwörungstheorien oder den Meinungen medizinischer Experten? Da gibt es unzählige Meinungen, aber Wahrheit ist eine andere Sache. Spirituelle Redensarten mögen uns zwar in Krisenzeiten den Rücken stärken, tatsächlich aber sehen wir uns mit der Angst vor dem Tod konfrontiert.
Der jüngste Rückgang in Flugverkehr, Industrieproduktion und dem Ausstoß von Abgasen auf unseren Straßen hat Fortschritte herbeigeführt, die Greta Thunberg nicht erreichen konnte. Der Lockdown hat uns einen Schritt von der Zerstörung unseres Planeten abgehalten.

Digitale Möglichkeiten

2020 zeigt mir, was die moderne Technologie zustandebringen kann. So war es mir möglich, meinen 70. Geburtstag auf Zoom zu feiern: in Form einer Tanzparty mit Freunden aus Brasilien, Russland, Australien, Thailand und überall in Europa. Am Begräbnis meiner Mutter nahm ich über einen Live-Stream teil. Meine Lehrmethoden passte ich den digitalen Möglichkeiten an. Dies alles waren neue Erfahrungen. Und ich habe wieder mit Freunden Kontakt aufgenommen, die ich seit Ewigkeiten nicht gesehen habe.
Sämtliche Probleme des heutigen Alltags erfordern Kreativität. Und ich bin davon überzeugt, dass die Lösungen schon da sind. So zeigte sich während des jüngsten Lockdowns, dass der Rückgang der giftigen Gase, Flüssigkeiten und Auspuffgase sowie von chemischen Abfällen und Müll, die sonst ständig in die Atmosphäre gepumpt werden, eine ausgesprochen positive Wirkung auf die Umwelt hat. Menschenrechte wurden bereits eingeräumt, sie müssen nur noch global umgesetzt werden. Das verstehe ich unter Sein statt Werden.
Kreativität ist eine wesentliche Eigenschaft, mit der wir alle geboren werden, sind wir doch durch einen kreativen Akt entstanden. In der gegenwärtigen Weltsituation, die unsere Gesundheit, Rassenidentität, Menschenrechte und Wirtschaft angreift, sitzen wir alle im gleichen Schlamassel. Und sind alle Teil der Lösung.

Wollen wir wirklich frei sein?

Die allgemeine Stimmung ist von Angst geprägt. „Angst“ ist nach Osho „die Abwesenheit von Liebe“. Unter all den vielen Osho Meditationen kann ich eine Methode in der momentanen Situation besonders empfehlen – ­Atishas Herzmeditation. Das Aufkommen von so viel Angst, und zwar global, trifft mich persönlich enorm. Bedeutet es, dass uns noch größere Veränderungen bevorstehen?
Da geht es nicht einfach nur um die Frage, ob die Pandemie uns hinwegrafft; oder dass die Angst vor der Impfung daher rührt, unsere Bewegungen könnten mithilfe von Mikrochips nachverfolgt werden. Es geht auch nicht darum, ob der rechte Populismus unsere Politik beherrscht und weiterhin je nach Rasse bestimmte Bevölkerungsgruppen an den Rand drängt und abspaltet. Nein, hier geht es um Freiheit und Verantwortung.

anamunlimited@web.de
www.people-in-process.de

Der vollständige Text kann in der Printausgabe gelesen werden.

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