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Existence takes care!

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Existence takes care!

Osho-Meditation 

OshoTimes 03/2013

Was meinst du mit der Formulierung: "Die Existenz kümmert sich drum"?

Wir sind Teil der Existenz, untrennbar mit ihr verbunden. Selbst wenn wir uns von ihr trennen wollten, könnten wir es nicht. Unser Leben ist nun mal nicht von der Existenz zu trennen. Und je mehr du mit ihr einhergehst, desto lebendiger bist du. Darum insistiere ich ständig darauf, rückhaltlos zu leben, intensiv zu leben … denn je tiefer du dich auf dein Leben einlässt, desto tiefer bist du mit der Existenz verbunden. Du entstammst ihr; jeden Augenblick … mit jedem deiner Atemzüge, mit jedem Schlag deines Herzens wirst du erneuert, verjüngt – kümmert die Existenz sich um dich.
Wir aber sind uns nicht bewusst, was wir selber sind, wir sind uns nicht bewusst, dass wir atmen. Gautam der Buddha hat der Welt eine ungeheuer einfache, aber ungeheuer wertvolle Meditation geschenkt – Vipassana. Das Wort Vipassana bedeutet nichts weiter, als deinen Atem zu beobachten – den einströmenden Atem, den ausströmenden Atem. Die Leute fragten Buddha immerzu: "Was soll uns das bringen?" Er war kein Theoretiker. Er erwiderte ihnen dann: "Macht’s einfach, und ihr werdet sehen. Experimentiert und berichtet mir, was passiert. Stellt keine Fragen."
Einfach nur dadurch, dass du anfängst deinen Atem zu beobachten, geht dir eine gewaltige Einsicht auf: dass du durch deinen Atem ständig, ununterbrochen mit der Existenz verbunden bist – es gibt keinen Urlaub. Ob du wachst oder schläfst, die Existenz lässt Leben in dich einströmen und entfernt alles Tote.
Kohlendioxid ist tot, und wenn es sich in dir ansammelt, bringt es dich um. Sauerstoff ist Leben, und du bist unentwegt darauf angewiesen, dass das Kohlendioxid durch frischen Sauerstoff ersetzt wird. Wer kümmert sich darum? Zweifellos nicht du selber! Wäre das deine Aufgabe, wärst du längst tot, hättest du diese Frage gar nicht mehr stellen können. Irgendwann hättest du zu atmen vergessen, oder irgendwann hätte dein Herz vergessen zu schlagen, irgendwann hätte dein Blut vergessen, in dir zu kreisen – was hätte nicht alles passieren können …. Da gibt es Tausende von Dingen in dir, die schiefgehen könnten. Aber alles funktioniert in tiefer Harmonie. Hängt das etwa von dir ab?
Wenn ich also sage, "die Existenz kümmert sich," philosophiere ich damit nicht. Philosophie ist meistens Unsinn. Damit spreche ich lediglich eine Tatsache an. Und wenn du dir klarmachst, dass dem so ist, wächst in dir ein enormes Vertrauen heran. Wenn ich euch versichere: "Die Existenz kümmert sich", dann darum, um in euch das Bewusstsein herzustellen, das euch zur Schönheit des Vertrauens in die Existenz führt.
Ich fordere euch nicht dazu auf, an einen hypothetischen Gott zu glauben, und ich fordere euch auch nicht dazu auf, euch auf einen Messias, einen Heiland zu verlassen … das sind lauter kindische Wünsche nach einem Vater, der sich um euch kümmert. Aber das ist alles unbewiesen. Es hat noch keinen Heiland auf Erden gegeben.
Die Existenz genügt vollauf.
Ich möchte, dass ihr eure Beziehung mit der Exisenz erforscht, und genau aus dieser Nachforschung entsteht Vertrauen … nicht Glaube. Vertrauen besitzt eine Schönheit, da es auf eigener Erfahrung beruht.

 

Foto: © Tovkach Oleg | Shutterstock.com

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