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Übt die Liebe

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Osho-Meditation

OshoTimes 08/2014

Etwas weiterzugeben, das man gar nicht hat – das ist Buddha zufolge eines der schwierigsten Dinge überhaupt; aber genau das machen die Leute. Sie wollen lieben, ohne je zu bedenken, dass sich in ihrem Herzen noch gar keine Liebe geregt hat. Vielmehr liebst du dich selbst überhaupt nicht – wie kannst du da andere lieben? Die Voraussetzung fehlt, die Grundvoraussetzung fehlt.
Du bist nicht glücklich allein – wie kannst du da glücklich sein, wenn du mit einem anderen Menschen zusammen bist? Wenn du allein unglücklich bist, dann bringst du, wenn du mit einem anderen Menschen zusammen bist, dein Unglück als Mitgift ein. Das ist alles, was du hast – deine Armut, deine Verkommenheit, dein Elend, deine Depression, deine Traurigkeit, deine Angst, deine Sorgen und Qualen … deine Leiden.
Versuche etwas zu besitzen, das dir niemand nehmen kann, nicht einmal der Tod. Schwierig, aber durchaus möglich. Es klingt unmöglich: Wie kann man ohne Partner liebevoll sein? Wir sind insgesamt falsch programmiert worden. Wenn man ohne Publikum tanzen kann, warum dann nicht auch lieben ohne jemand anderen? Wenn man ohne Zuhörer singen kann, warum dann nicht auch lieben ohne den oder die Geliebte? Man hat euch falsch programmiert. Ihr meint, nur lieben zu können, wenn jemand da ist, den ihr lieben könnt.
Übt die Liebe: Wenn du allein in deinem Zimmer sitzt, sei liebevoll. Strahle Liebe aus. Fülle das ganze Zimmer mit deiner Liebesenergie. Spüre eine neue Wellenlänge in dir, wiege dich hin und her, als wärst du ein Meer der Liebe. Setze alles um dich her mit der Energie der Liebe in Schwingung. Und im Handumdrehen wirst du spüren, dass jetzt etwas geschieht – deine Aura verändert sich irgendwie, etwas um deinen Körper herum verändert sich irgendwie; eine gewisse Wärme beginnt um dich herum aufzusteigen … ein tiefer Orgasmus, wie Hitze. Du wirst lebendiger; alles Schläfrige fällt von dir ab: Du wirst hellwach. Überlass dich diesem wogenden Meer: Tanze, singe und erfülle dein ganzes Zimmer mit Liebe.
Anfangs fühlt es sich ganz komisch an. Wenn du dein Zimmer zum ersten Mal mit Liebesenergie, deiner eigenen Energie zu füllen vermagst – sie umwogt dich und macht dich überglücklich –, fragst du dich: "Hypnotisiere ich mich selber? Mach ich mir das nur vor? Was geht hier ab?" Denn bisher hast du immer gemeint, Liebe komme nur von jemand anderem. Nur deine Mutter könne dich lieben – dein Vater, dein Bruder, dein Mann, deine Frau, dein Kind – wer auch immer, aber irgendwer anders!
Liebe, die von irgendwem abhängt, ist eine arme Liebe. Liebe, die in deinem Innern entsteht, Liebe, die du aus dir selber erzeugst, ist wahre Energie. Mit diesem Meer um dich her steht dir das ganze All offen! Und dann wirst du merken, dass jeder Mensch, der dir naht, plötzlich unter anderem Strom steht.
Die Leute werden dich mit offeneren Augen ansehen. Du wirst ihnen begegnen, und sie werden spüren, dass sie der Hauch einer unbekannten Energie angeweht hat; sie werden sich frischer fühlen. Halte die Hand eines anderen, und auf einmal pulsiert sein ganzer Körper. Tritt irgendwem näher, und plötzlich freut er sich völlig grundlos. Du kannst es beobachten: Jetzt bist du bereit, mit anderen zu teilen. Jetzt kannst du jemanden lieben. Jetzt such dir jemanden, der deine Energie wirklich aufzunehmen vermag.

 

Foto: ©Patrick Foto | Shutterstock.com

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